Vereins-Historie

Gründung des Vereins 1957 im Gasthaus zur Krone.
• Bau des ersten Schützenhauses 1965 bis 1967
• Einweihung Kleinkaliber-Stand 1980
• Brand 1998
• Einweihung des Neubau 2002
• Abriss des Kleinkaliberstand 2017 bis 2018
• Neubau Raumschießanlage 2018 bis 2022

Am 28. August 1957 fand im Gasthaus „Zur Krone” eine Versammlung für Schiesssport
Interessierter statt, in dem Verlauf der Schützenverein 1957 Hergershausen gegründet wurde. Von 1957 – 1961 diente zunächst ein kleiner Saal im gleichen Gasthaus als Schiessraum, wo die etwa 20 beigetretenen Mitglieder in Selbsthilfe sechs Schiessstände für Luftdruckwaffen Errichteten. Mit großer Begeisterung wurde das Trainingsschiessen aufgenommen und noch im gleichen Jahr beteiligte man sich an den vom Schützenkreis Dieburg durchgeführten Kreisrundenwettkämpfen. Nicht zuletzt die Kameradschaft und Geselligkeit innerhalb des jungen Vereins führte dem Schiesssport immer mehr Mitglieder zu, so dass man sich Anfang der 60er Jahre nach neuen großzügigeren Räumlichkeiten umsehen musste, die man dann in einem Nebengebäude des Gasthauses „Zum Dorfkrug” auch fand. Als in den darauffolgenden Jahren der Zuspruch anhielt und der Verein auf mehr als 70 Mitglieder angewachsen war, dachte man insgeheim daran, einmal in eigenen Räumen seinem sportlichem Hobby nachgehen zu können, was aus finanziellen Gründen schier unmöglich schien.

Vorsitzender Klaus Spaniol (3. von links) dankte seiner Frau Gudrun und vier weiteren Vereinsmitgliedern, die sich
besonders in den Bau der neuen Raumschießanlage eingebracht hatten. © Dörr

Anfang der 90er zeichnete sich in der Nachbarschaft des Schützenvereins das neue Hergershäuser Wohngebiet ab. Aus Lärmschutz Gründen stellte der SV, der durch den Brand seines Vereinsheims 1998 und dessen Neueinweihung 2002 ohnehin schwere Jahre hinter sich hatte, 2006 das Großkaliber-Schießen ein. Erst nach einer Phase der Konsolidierung schmiedete man ein paar Jahre später den Plan für die neue Anlage: 2014 gab’s die Baugenehmigung; 2017 waren schließlich der Mut der Mitglieder und die Fördergelder der staatlichen Ebenen beisammen, um tatsächlich mit dem Abriss des 37 Jahre alten Kleinkaliber-Stands zu starten. 2018 entstand der Rohbau jenes Werks, das am Wochenende im Beisein geladener Gäste – darunter auch Landrat Klaus Schellhaas (SPD) – feierlich in Betrieb genommen wurde und fortan Schützenherzen höher schlagen lassen soll. Somit hat der Schützenverein die modernsten nicht kommerziellen Raumschießanlage im ganzen Landkreis Darmstadt-Dieburg.

Babenhausens Bürgermeister Dominik Stadler durfte im Beisein von Vereinschef Klaus Spaniol den ersten Schuss
abgeben. © Dörr

„Unsere Raumschießanlage ist für 7 .000 Joule abgenommen“, erläuterte Vereinsvorsitzender Klaus Spaniol. In Joule wird die Geschossenergie des Projektils angegeben. „Die meisten Anlagen gehen nur bis 1 .500 Joule“, sagte Spaniol. Damit kann in Hergershausen mit allen gängigen Waffen geschossen
werden. „Hier kann sogar die Polizei trainieren“, fügte der Vereinschef an.


Schon jetzt freuen sich aber nicht nur die 120 aktiven Schützen des Schützenvereins auf die Inbetriebnahme der Raumschießanlage. Auch einen großen Dank an den 1. Vorsitzender Herrn Klaus Spaniol, seiner Frau Gudrun und vier weiteren Vereinsmitgliedern, die sich besonders in den Bau der neuen Raumschießanlage eingebracht hatten.